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SUMMARY:„Im Laufschritt zum Hungerlohn“\, oder: Von den Rändern her denken
 ! Eine gesellschaftliche und theologische Kritik der Arbeit
LOCATION:Superintendentur des Kirchenkreises Koblenz\, Mainzer Straße 81\,
  56075 Koblenz 
DESCRIPTION:„Im Laufschritt zum Hungerlohn“\, oder: Von den Rändern her de
 nken! Eine gesellschaftliche und theologische Kritik der Arbeit im Kapital
 ismus \n\nNicht nur in der Vorweihnachtszeit sind Paketdienste und ihre Be
 diensteten gefragt. Die billige Zustellung hat aber ihren Preis: Die Besch
 äftigten hetzen sich nicht selten 60 Stunden ab – und das für einen Lohn\,
  von dem sie nicht leben können. Solche Phänomene waren bisher eher aus de
 m globalen Süden bekannt – unter anderem in der Bekleidungsproduktion mit 
 ihren unmenschlichen Zuständen. Die Auslagerung von arbeitsintensiver Prod
 uktion samt sozialer (und ökologischer) Zerstörungen schlägt nun aber imme
 r mehr in die Länder zurück\, die vormals von dieser Auslagerung und dem I
 mport verbilligter Waren profitierten. Prekäre Arbeitsverhältnisse gibt es
  nicht mehr nur im globalen Süden\, sondern zunehmend auch im globalen Nor
 den. Menschen müssen entweder einen oder gar mehrere schlecht bezahlte\, u
 nsichere oder auch informelle Jobs annehmen. Noch weiter an den Rand – im 
 globalen Süden sogar zur Flucht – gedrängt werden sie\, wenn ihre Arbeitsk
 raft gar nicht mehr verwertbar ist. Die genannten Erfahrungen machen deutl
 ich: Die Sicherung des Lebens durch Arbeit und die gesellschaftliche Integ
 ration über Arbeit stoßen offensichtlich an ihre Grenzen. Zugleich werden 
 die sozialen Sicherungssysteme abgebaut\, die vor den Folgen der Arbeitslo
 sigkeit schützen sollten\, weil sie an die Grenzen der Finanzierbarkeit st
 oßen. Solche 'Grenzerfahrungen' signalisierendie Krise des Kapitalismus\, 
 die zugleich eine Krise der Verwertung von Arbeit ist und damit die Arbeit
 sgesellschaft in Frage stellt.Ein gesellschaftskritisches und theologische
 s Den-ken und Handeln\, das für das Leid von Menschen empfindsam ist\, mus
 s nach den tiefer liegenden Zusammenhängen dafür fragen\, warum immer mehr
  Menschen überflüssig gemacht und Netze sozialer Sicherheit abgebaut werde
 n. Dies ist um so wichtiger\, als eine reflexionsfeindliche Suche nach Sch
 uldigen für gesellschaftliche Problemzusammenhänge (Flüchtende\, Ausländer
 Innen\, aber auch 'die' BankerInnen\, 'die' PolitikerInnen etc.) rechtsext
 remem Denken und Handeln den Weg bereitet – nicht nur im globalen Norden! 
 In der ökumenischen Bewegung verbindet sich gesellschaftskritische Analyse
  mit theologischer Reflexion. Insofern schließt die gesellschaftstheoretis
 che Kritik der Arbeit die Frage nach der Bedeutung der Arbeit in der Theol
 ogie ein\, vor allem in befreiungstheologischem Denken. Die Herausforderun
 g für die Theologie könnte darin bestehen\, statt Arbeit im Horizont der B
 efreiung positiv zu bewerten\, sie im Horizont der Unterscheidung zwischen
  Gott und Götzen zum Gegenstand der Kritik zu machen. Als Fragestellungen 
 sollen im Fokus der Tagung stehen:\n\n- Wer gerät wie in Deutschland und w
 eltweit an den gesellschaftlichen Rand?\n- Welche Rolle spielt dabei Arbei
 t und wie hat sich die Arbeitswelt in Zeiten von Maschinisierung\, Digital
 isierung und Roboterisierung (Arbeit 4.0) entwickelt?\n- Welche Rolle spie
 lt Arbeit in der theologischen Reflexion? Welche Akzente kann eine Theolog
 ie setzen\, die das Leid von Menschen im Zusammenhang des gesellschaftlich
 en Ganzen reflektiert? \n\nVeranstalter: Gemeindedienst für Mission und Ök
 umene (GMÖ)\, Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Saar\, Solidarische Kirche im 
 Rheinland\, SÜDWIND Institut für Ökonomie und Ökumene\, KAB Katholische Ar
 beitnehmerbewegung im Bistum Trier.\n
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